Geschichten aus Paris und der Rue Poncelet 3/18

Chers Amis de la Rue Poncelet, liebe Gäste,

Jeder bekommt glänzende, große Augen, wenn ich erzähle, daß ich wieder nach Paris fahre. Natürlich! Ich bin beneidenswert, denn Paris ist eine wundervolle Stadt!

 

„Geschichten aus Paris…“ im Kaffeehaus gegenüber

Mein Buch: "Geschichten aus Paris" im Kaffeehaus rue Poncelet

Nun hätten Sie mal meine großen Augen sehen sollen, als ich in der letzten Woche in die Wohnung kam, und der Maler den Kamin und das Fenstersims im Schlafzimmer in sonnigem Gelb gestrichen hatte. Ein echter Schock. Der Grund: eine Reihe von Missverständnissen… Der Maler hat nun versprochen, irgendwann alles weiß zu übermalen. Positiv ist: a) die saubere Arbeit und b) die Rückstände des Wasserschadens sind nun endlich behoben.

Zur gleichen Zeit hatte ich einen Techniker von der französischen Telekom (Orange) da, der mit viel Energie Löcher in meine Wände bohrte, um das Glasfaserkabel zu verlegen mit dem ich fortab über ultra-schnelles WLAN (in Frankreich heißt das „Wifi“), Fernsehen mit 13 deutschen Kanälen und Festnetztelefon verfügen sollte. 3 Stunden später sagte der Techniker „Au revoir Madame“ und ließ mich mit mehreren Boxen und Routern, 3 Gebrauchsanweisungen und vielen bunten Kabeln alleine. Meine Augen wurden immer grösser.  „Rufen Sie am besten die Telekom an“, meinte er tröstlich, bevor er ging. Erst am nächsten Tag hatte ich den Kabelsalat unter Kontrolle.

Paris verabschiedet sich gerade vom Winter, alles stimmt sich auf die schöne Jahreszeit ein. Für mich war es diesmal nur ein Blick auf die Frühlingsgarderobe in den Schaufenstern.

Nachbar Michel hatte wenigstens Aufregendes zu erzählen: Er war in der letzten Woche im Konzertsaal Pleyel am Faubourg St Honoré, nur 10 Minuten zu Fuß entfernt von der Rue Poncelet. Dort sang Nana Mouskouri vor vollem Haus.  Michel saß in der ersten Reihe, sprang nach dem Konzert auf und beglückwünschte Nana mit Handshake auf Griechisch…bis 4 Bodygards ihn sanft zur Seite schoben, denn da war noch ein 2. Fan: der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy.
Paris ist eben immer aufregend!

 

 

 

 

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